Stop
Female
Genital
Mutilation!

Die Existenz von FGM erfordert zunächst neben der Vermittlung von Aspekten wie Allgemeinbildung¹, Informationsvermittlung² und Aufklärung³ (Primärprävention) eine Aufarbeitung, die eine tiefgreifende Wandlung des Bewusstseins ermöglicht. Deshalb beinhaltet der Kernansatz von Mahaliya e.V. die aktive Mit-Einbeziehung der betroffenen Frauen, die nicht auf das „Opfersein” reduziert werden. Denn sie besitzen das Potenzial, nachhaltig zur Auflösung dieses Themas beizutragen. In ihnen sehen wir eine Brücke zwischen Tradition und zeitgemäßer Verantwortung für die kommenden Generationen. Im Wiedererlangen des natürlichen Schutzbedürfnisses der eigenen (Enkel-)Kinder kann ein sicheres Umfeld entstehen, in dem Mädchen unversehrt aufwachsen können.

Auswirkungen alter Traditionen im Wandel der Zeit

Wenn Prävention nachhaltige Wirksamkeit entfalten soll, ist es unumgänglich, auf die weitreichenden Folgen für die Betroffenen und deren Umfeld hinzuweisen. Ebenso geht es jedoch darum, die Verdrängung dieser spezifischen Gewalttat ins Bewusstsein des Einzelnen und der Gemeinschaft zu bringen: Denn die tiefe Verneinung und Missachtung des Weiblichen und der Frau lässt sich nicht durch gesetzliche Vorschriften beheben, wenngleich diese als wichtige präventive Maßnahme anzusehen sind.

Es ist unser Anliegen daran zu erinnern, dass lebendige Kraft und Schönheit aus Angst und Unwissenheit verachtet und zerstört werden – woraus verheerende Folgen resultieren, die innerhalb der Menschen den lebendigen Fluss des Lebens zur Stagnation bringen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig mittels breiter Öffentlichkeitsarbeit in Bildungseinrichtungen und im Gesundheitswesen möglichst viele Menschen zu sensibilisieren sowie bestehende Communities zu erreichen.

  1. wie schulische Basiskenntnisse, sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten sowie grundsätzliches Verständnis humanitärer Werte
  2. v.a. universelles Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung sowie Gesetzeslage und Fakten zu FGM
  3. hinsichtlich des eigenen Körpers und Geschlechtlichkeit