Stop
Female
Genital
Mutilation!

1. Vorsitzende

Zion Melak, ’64, stammt aus Eritrea und lebt seit 1980 in Deutschland. Die zweifache Mutter engagiert sich seit 2011 in der Öffentlichkeit für die Auflösung bzw. Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung. Sie ist tätig als Integrations-Beraterin, Dolmetscherin und Referentin.

2. Vorsitzender

Volker Eisele, ’65, ist Diplom-Psychologe und arbeitet als Kinder- und Familientherapeut. Er begleitet Zion Melak seit Beginn ihres Wirkens und ist die rechte Hand des Vereins.

3. Schatzmeisterin

Marion Schmidt, Lehrerin

Dorothea Walter

Psychologin, Lehrerin für Meditation und Bewusstseinsentwicklung sowie Performance-Künstlerin:
»Es war im Juni 2009 als ich Zion Melak zum ersten Mal traf.
Ich arbeitete bereits viele Jahre künstlerisch zu Menschenrechtsver-
letzungen an Frauen, insbesondere zu sexualisierter Gewalt. Meine allererste Performance, für die ich lange recherchiert hatte, war „Liebe die Rose – Über die Verstümmelung der weiblichen Genitalien“ http://do-wa.de/liebe_die_rose.html
Als ich diese Performance 2002 zum ersten Mal in Stuttgart aufführte, war das Thema noch weitgehend ein Tabu, also noch nicht sehr bekannt.

Für mich war und ist diese Form der Gewalt gegen Frauen (und mittlerweile beziehe ich die Beschneidung von Knaben ebenfalls ein), einer der zentralsten und tiefgreifendsten Angriffe auf die Frau und das Weibliche überhaupt.

Ich bin lebenslang der Frage nach den Quellen dieses Angriffs auf die Weiblichkeit nachgegangen, und habe mich mit den Auswirkungen auf die Entwicklung der Menschheit im Ganzen befasst.
Und das ist der wesentliche Berührungspunkt mit den Erfahrungen und der tiefen inneren Arbeit von Zion Melak, die mich mit ihr verbindet. Mit ihr ist es möglich, weitreichenden Bewusstseinsfragen zu bewegen.

So hat sich eine wunderbare und fruchtbare gemeinsame Arbeit heraus gebildet. Uns verbindet die tiefe Erfahrung und Gewissheit, dass die Weiblichkeit die Urnatur des Menschen ist.
Wenn dies der Fall ist, wovon wir überzeugt sind – und was teilweise von der Wissenschaft bestätigt wird – dann gibt es nur diese Antwort: das Weibliche ist das lebendige Prinzip und war am Anfang. Wird es geachtet, gibt es den Menschen ihre Würde und es geht ihnen gut.«
Dorothea Walter, 10. Oktober 2014

Eva Prinz

Lehrerin und Diplom-Pädagogin

Der von Zion Melak gewählte Name für ihren Verein: „Mahaliya: Die das Erbe in die neue Zeit trägt“, drückt für mich zutiefst aus, worum es eigentlich geht: Um die fortgesetzte Enttabuisierung in Bezug auf die weibliche Genitalverstümmelung. Das bedeutet eine Hereinnahme dessen, was überall auf der Welt an Menschenrechtsverletzungen gegenüber Frauen geschieht und geschehen ist. Eine Hereinnahme ins Bewusstsein der betroffenen Frauen, sowie der ganzen Menschheit.

Die weibliche Genitalverstümmelung ist ein unvorstellbar grausames Verbrechen an Frauen, eine tiefe Verletzung der Weiblichkeit. Das geht uns alle an, auf welchem Kontinent auch immer, wenn wir als gesamte Menschheit heilen, stark werden und uns entwickeln wollen.

In der gemeinsamen Arbeit mit Zion Melak wurde mir das Ausmaß und die Dimension dieser Verletzung an Frauen bewusst. Es ist ein Angriff auf die Wiege der Menschheit. Ich möchte Zion Melak in ihrer Arbeit unterstützen, Vertrauensräume zu schaffen, um diese tiefe Wunde ins Bewusstsein und aus dem Dunkel des Tabus heraus zu holen.

Marion Schmidt

Lehrerin

Nehmen wir an, die Wiege der Menschheit ist Afrika. Und da auch alle Frauen die Wiege der Menschheit sind und bleiben, liegt es auf der Hand, dass durch FGM fortgesetzt tiefste weibliche Werte verletzt werden. Und diese immense Verletzung des Weiblichen schlägt sich in beiden Geschlechtern nieder.

Ein Weg aus dieser Verletzung heraus ist, die Menschheit aufzuklären, das Leid der Betroffenen zu erhellen – ohne Schuldzuweisungen. Aufklären, um zu neuen Erkenntnissen und neuer Kraft zu kommen, zu neuer weiblicher Kraft in uns Frauen und Männern.
Dieser Aufklärung und Aufarbeitung widmet sich Zion Melak in wunderbarster Weise. Darin möchte ich sie gerne unterstützen.

Uschi Grieb

Künstlerin

Vereins-Satzung Mahaliya e.V.